Die entscheidende Frage lautet nicht nur, ob Europa einen digitalen Euro einführt, sondern welche Geldordnung dadurch entsteht.
In der öffentlichen Debatte über den digitalen Euro wird intensiv über Technik, Datenschutz und Zahlungsfunktionen diskutiert – aber nur selten über die institutionellen Voraussetzungen, die darüber entscheiden, ob ein solches Projekt Europa tatsächlich stärkt oder lediglich Symptome behandelt.
Dieses Buch folgt deshalb einer anderen Frage: Welche strukturellen Bedingungen entscheiden darüber, ob Europa digitale Souveränität erreichen kann – und welche Rolle kann der digitale Euro innerhalb dieser Ordnung überhaupt spielen?
Die Perspektive ist wirtschaftspolitisch. Untersucht werden nicht nur der digitale Euro selbst, sondern vor allem die wirtschaftlichen und institutionellen Bedingungen, die darüber entscheiden, ob er Europa tatsächlich stärkt: Europas digitale Abhängigkeiten, die Fragmentierung seiner Kapitalmärkte, die Dominanz globaler Zahlungsplattformen und die geopolitische Verschiebung digitaler Währungsinfrastruktur.
Der digitale Euro erscheint in dieser Perspektive nicht als isoliertes Zahlungsinstrument, sondern als institutioneller Brennpunkt, in dem sich mehrere Entwicklungen bündeln. Dabei geht es weder um pauschale Kritik noch um pauschale Befürwortung – sondern um Klarheit über das, was auf dem Spiel steht.
Das Buch ist in vier Teile gegliedert:
Ich habe dieses Buch geschrieben, weil mir in der öffentlichen Debatte über den digitalen Euro eine auffällige Leerstelle begegnet ist: Es wird intensiv über Technik, Datenschutz und Zahlungsfunktionen diskutiert, aber nur selten über die institutionellen Voraussetzungen, die darüber entscheiden, ob ein solches Projekt Europa tatsächlich stärkt oder lediglich Symptome behandelt.
Dieses Buch folgt deshalb einer anderen Frage. Es untersucht, welche strukturellen Bedingungen darüber entscheiden, ob Europa digitale Souveränität erreichen kann – und welche Rolle der digitale Euro innerhalb dieser Ordnung überhaupt spielen kann.
Meine Perspektive ist wirtschaftspolitisch. Ich untersuche nicht nur den digitalen Euro selbst, sondern vor allem die wirtschaftlichen und institutionellen Bedingungen, die darüber entscheiden, ob er Europa tatsächlich stärkt.
Der digitale Euro erscheint in dieser Perspektive nicht als isoliertes Zahlungsinstrument, sondern als institutioneller Brennpunkt. In ihm bündeln sich mehrere Entwicklungen: die geopolitische Verschiebung digitaler Infrastruktur, die Abhängigkeit von globalen Plattformen, die Fragmentierung europäischer Kapitalmärkte und die fortschreitende Digitalisierung monetärer Steuerungsmechanismen.
Dabei geht es weder um pauschale Kritik noch um pauschale Befürwortung. Moderne Geldordnungen stehen vor realen Herausforderungen: hoher Verschuldung, globaler Wettbewerbsdynamik, technologischer Beschleunigung und politischer Erwartungen, die sich gegenseitig widersprechen. Wer Geldsysteme versteht, erkennt, warum Vermögensdiversifikation kein Lifestyle ist, sondern Systemkompetenz.